Convenienceparadies Japan ?

Schon in Deutschland war ich ein riesiger Fan von Convenience Produkten… Packung auf, maximal noch in den Ofen, warten, fertig! Hier in Japan ist diese Art von Essen extrem verbreitet, speziell abends werden die Preise der bereits fertig zubereiteten Bentos im Supermarkt nochmals um bis zu 30% gesenkt. Versteht mich an dieser Stelle nicht Falsch, ich finde das Prinzip von jeden Tag für sich selbst Kochen an sich einfach nur sehr nervig… Man bekommt Hunger -> gut jetzt musst man noch ‘ne Stunde warten (und meist noch aktiv mitwirken), bis dein Essen fertig ist; ein Aufwand, welcher es für mich alleine einfach nicht wert ist. (Für und mit anderen zu Kochen macht mir andererseits ja auch wieder Spaß.) 

Sieht jetzt zwar nicht aus wie von Gordon Ramsay, schmeckt aber schon ziemlich Noice

Zu meiner Woche: 

Arbeitstechnisch eigentlich wie immer, man bekommt für manche Dinge schon eine Routine, andere wiederum werden einem auf einmal auf eine andere Weiße erklärt. Da ich das typische Nine to Five arbeiten bis jetzt nicht gewohnt war, komme ich schon etwas sehr erschöpft nach Hause und brauche dort erstmal ca. ‘ne Stunde um mich auszuruhen. Danach versuche ich etwas produktives zu tun (was dann auch nicht immer klappt ;P)… Im Anschluss Essen, Youtube, dann Schlafen, zack nächster Tag. Mein hohes Schlafbedürfnis von 9 bis 10 Stunden pro Tag scheint mir in dieser Situation nicht gerade in die Hände zu spielen. Naja es bleibt ja immer noch das Wochenende um die Umgebung zu erkunden und neue Leute kennenzulernen (Wenn man nicht gerade mal wieder ‘nen Totalabsturz nach dem trinken mit Mitfreiwilligen hat)… Jedenfalls muss ich sagen, ich gewöhne mich mehr und mehr an das Leben hier, und mein Japanisch macht momentan auch schon kleine, dennoch bemerkbare Fortschritte. Werde versuchen dieses Wochenende dann mal mehr von der eigentlichen Umgebung zu erkunden und auch noch ein paar Bilder für Insta und den Blog zu machen. 

Erste Arbeitswoche und Wochenende in Osaka

Sorry, der Eintrag hat sich etwas verspätet… 😛 

Habe nun meine erste Arbeitswoche in Japan hinter mir und muss sagen, ich mir das Ganze ein ganzes Stück stressiger vorgestellt habe. Die Arbeit ist hier doch sehr entspannt. Der Tag beginnt damit, dass die Klienten nach und nach ankommen, hierbei holt man diese dann von den von WING organisierten Bussen ab und trägt diese zu ihrem (teilweise fest zugewiesenen) Platz. Nach dem die Leute angekommen sind, werden erst einmal die gesundheitlichen Daten wie Temperatur, Puls und Sauerstoffsättigung gemessen und in eine Datenbank eingetragen, eine Arbeit, welche ich mittlerweile schon selbstständig erledigen kann. Danach kommt es zum Toilettengang, hierbei werden manche Klienten auf die Toilette begleitet, während man bei anderen die Windel wechselt, auch diese Arbeit ist soweit kaum mehr ein Problem für mich. Das einzige was in mir noch ein gewisses Unbehagen auslöst, sind die Magensonden, welche bei der späteren Tätigkeit dem Mittagessen nicht übernehmen muss, nein aufgrund von fehlender Lizenz nicht einmal übernehmen darf! Beim Essen kommt Abwechslung ins Spiel, es wird an einem Tag der Woche zum Beispiel von der Einrichtung selbst gekocht, während man an einem anderen wiederum Essen bei einem Lieferservice bestellt. Manchen Klienten wird hierbei das Essen mit der Schere zerkleinert, welches ihnen anschließend gegeben wird. Nach dem Essen habe ich Mittagspause, in welcher ich des Öfteren in einen nahegelegenen Supermarkt gehe um zu Essen (Auf Dauer nicht gerade billig… ich sollte mir vielleicht angewöhnen selbst Essen für die Arbeit mitzunehmen). Nach meiner Mittagspause erfolgt eine Gruppenaktivität, welche meist gemeinsames Singen oder Basteln ist. Im Anschluss werden nach einem erneuten Toilettengang auch schon die ersten Klienten von den Bussen abgeholt. Ab hier helfe ich erneut bei der Vorbereitung der Klienten für das Abholen -> Schuhe anziehen, ihre Sachen zusammenpacken und letztlich in ihren Rollstuhl setzen. Zu guter Letzt wird dann die komplette Einrichtung gereinigt, gesaugt, Geschirr gewaschen und samstags noch einige Dinge desinfiziert und gewischt. Bezüglich der Problematik der Sprachbarriere muss ich mir dank Eines gut englisch sprechenden Mitarbeiters bezüglich der Arbeit keine Gedanken machen, dennoch fühlt man sich nicht besonders sicher dabei, die anderen nur durch Sprachfetzen und Kontext zu verstehen. Nichts desto trotz scheint sich meine Sprache durch die Arbeit zu verbessern, man kann sich durch so manch bekannt vorkommende Grammatikstruktur (und teilweiße Google Übersetzer) nach und nach Vokabular aufbauen. Am Wochenende war ich zusammen mit meiner Kontaktperson und einigen ehemaligen Freiwilligen von vorletztem Jahr, welche gerade noch einen Urlaub hier machen, Essen. All you can eat mit so viel Alkohol wie man trinken möchte 😛 Das Essen war wieder mal hervorragend! Anschließend gingen wir nach einem All you can Drink Karaoke und nach einem weiteren Dosengetränk aus einem der vielen Convenience Stores, als Gruppe in einen Nachtclub; Ein witziger Abend, mit Kopfschmerzen am nächsten Morgen… Den darauffolgenden Sonntag verbrachte ich aufgrund meines kleinen „Hangovers“ damit nichts wirklich Produktives zu tun. Wiederum wurde ich am Montag (Ich habe Sonntag und Montag frei..) spontan erneut von den ehemaligen Freiwilligen besucht, mit welchen ich dann noch in einem Supermarkt und anschließend in einem Secondhandstore am „thriftshoppen“ waren. Habe jetzt eine neue Jacke… 

Ankunft in Osaka, erste Eindrücke

Bin nun vor 5 Tagen, nach insgesamt 16 Stunden Flugzeit (und wenig Schlaf) in Osaka angekommen… Hier wurde ich von meiner Kontaktperson abgeholt, welche ebenfalls für WING arbeitet. Wir fuhren eine Weile über die Autobahn zu meiner Unterkunft, hierbei konnte ich bei Nacht die ersten Blicke auf Osaka erhaschen. Die Reflexionen der Gebäude im Wasser des Meeres haben es mir bei der Fahrt ziemlich angetan.

Ich habe ein eigenes Zimmer, um die 20 qm, es hat eine kleine Küche wie auch ein sehr kompaktes Bad. Als Bett dient ein Futon, welchen ich als ziemlich bequem empfinde. Die Klimaanlage lässt sich genau wie die Herdplatte nur mit ausreichenden Kenntnissen von Kanji und Vokabular bedienen… (Google Übersetzer regelt) Zudem bin ich sowieso eher ein Fan von Convenience Stores, welche man hier neben den Getränkeautomaten auf den Straßen Quasi an jeder Ecke findet. 😛

Nach meiner Ankunft wurde ich noch von meiner Kontaktperson mit zum Einkaufen begleitet. Hierbei merkte ich, wie sehr sich die Produktvielfalt von der in deutschen Supermärkten unterscheidet, es gibt hier sehr viel Fisch und Meeresfrüchte und die Verpackungen sind sehr bunt. Eine ganz witzige Sache hierbei war, dass ich bei dem Versuch zu bezahlen von dem Personal sehr schnell auf einen Automaten aufmerksam gemacht wurde, um bei diesem zu bezahlen, das war wieder einer der Momente, in welchen ich feststellen musste, dass ich noch viel zu lernen habe, sowohl sprachlich als auch Kulturell.

Anschließend waren wir Essen. Dort habe ich zum ersten mal richtiges Ramen probiert ( kannte bislang nur Instantramen und wollte mir vor Japan nicht „mein erstes Mal“ mit irgendeinem eventuell nicht ganz so gutem Gericht aus einem der vielen panasiatischen Restaurants versauen..) Es war jedenfalls ausgezeichnet und mit dem optional hinzufügbaren Knoblauch meiner Meinung nach nochmals etwas besser!

Als letztes musste ich feststellen, dass es in meiner derzeitigen Wohnsituation bedingt durch dünne Wände morgens vergleichsweise sehr
laut ist. Ich werde mir bezüglich dessen noch eine Lösung überlegen.
Wahrscheinlich Ohropax oder vergleichbares…